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20 Dinge, die ich über das Web gelernt habe – Part 5

HTML5
oder: Es war einmal ein Web ohne <video>

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Einführung von HTML fragen wir uns immer noch, was das Web ist und was daraus wird. Welche Funktionen und Anwendungen fänden wir als Nutzer spannend, hilfreich, unentbehrlich? Welche Tools brauchen Entwickler, um solche Websites und Apps programmieren zu können? Und schließlich: Wie kann all das in einem Webbrowser zur Verfügung gestellt werden?

Diese Fragen führten zur Entwicklung der neuesten HTML-Version, bekannt als HTML5. HTML5 stellt eine Reihe von Möglichkeiten zur Verfügung, mit der Webdesigner und Entwickler die nächste Generation von Online-Anwendungen realisieren können. Nehmen wir zum Beispiel das HTML5-Tag <video>. In den Anfängen des Webs spielten Videos keine Rolle. Stattdessen mussten Internetnutzer zusätzliche Software installieren, so genannte Plug-ins, um Videos in ihren Webbrowsern ansehen zu können. Bald wurde jedoch klar, dass ein problemloser Zugriff auf Videos im Web sehr gewünscht war. Mit dem <video>-Tag in HTML5 können Videos ganz einfach eingebettet und ohne zusätzliche Software auf Webseiten abgespielt werden.

Außerdem bietet HTML5 Offline-Funktionen, die Nutzern eine Interaktion mit Web-Apps ermöglichen, auch wenn sie keine Internetverbindung haben, sowie die sogenannten “Drag & Drop”-Funktionalitäten, was so viel wie “Ziehen & Ablegen” heißt. In Google Mail können Sie beispielsweise Anhänge direkt an E-Mails anfügen, indem Sie die gewünschten Dateien einfach von Ihrem Desktop in Ihr Browserfenster ziehen.

Durch die Bedürfnisse der Nutzer und den Erfindungsgeist der Entwickler entwickelt sich HTML5 ständig weiter, genau wie das Web an sich. Als offener Standard verkörpert HTML5 einige der besten Eigenschaften des Webs: Es funktioniert überall und auf jedem Gerät mit einem modernen Browser. Man muss jedoch – ähnlich wie bei HDTV-Übertragungen, für die man einen HD-kompatiblen Fernseher braucht – einen aktuellen, HTML5-kompatiblen Browser verwenden, um Websites und Apps mit HTML5-Funktionen nutzen zu können. Zum Glück stehen Ihnen eine große Auswahl an Webbrowsern zur Verfügung, und Sie können sie – im Gegensatz zu Fernsehern – kostenlos herunterladen.

Textquelle: http://www.20thingsilearned.com/de-DE/home
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